Kombucha mit Rumtopf

kräuterhexe
Habe vor kurzem beim Aufräumen in meiner Speisekammer ein Glas Rumtopf vom letzten Jahr entdeckt. Der war nicht dick geworden und die Früchte auch nicht hart.

Den habe ich gestern mit eiskaltem Kombucha (schwarz, grün, Honeybush) aufgegossen und als Bowle serviert. Keiner hat's erraten, was drin war. Und allen hat es sehr gut geschmeckt.

Das nächste Mal mach ich das mit schwarz-/grün-/Holunderblüten-Kombucha.

prost

Kräuterhexe
Haferflocke
Hallo Kräuterhexe,

Deine Hexe ist aber herzallerliebst! Freude

Rumtopf - am liebsten würde ich Siebenmeilenstiefel anziehen und zu Dir rüberwetzen - ich liebe Rumtopf! Du machst ihn bestimmt selbst, oder?
Das glaube ich gern, dass Kombucha damit schmeckt!
Was für eine Bombenidee... fröhlich

Viele Grüße,
Haferflocke
kräuterhexe
Na, klar. Den mach ich selber. Bis auf die Ananas, Mirabellen und Pflaumen hab ich alles selber im Garten. Der Rest wird zugekauft. Und jedes Jahr derselbe Zirkus, einen Rum mit einem Alkoholprozent auf der richtigen Seite von 50 % aufzutreiben ohne kriminell zu werden großes Grinsen

Ich habe mir mein Porträt auch mit Mühe ausgesucht smile . Danke für's Kompliment. Ich mochte aber auch Deine Haferflocken Augenzwinkern

Viele Grüsse
Kräuterhexe
Haferflocke
Hallo Kräuterhexe,

ich grüble immer noch an Deiner Rezeptur herum (ich habe aber sehr lange keinen Rumtopf mehr gegessen): Rumtopf kenne ich von früher so, dass die Früchte der Saison aus dem eigenen (oder Nachbars großes Grinsen ) Garten nacheinander in den Topf geschichtet werden usw., es war wohl auch so, dass wegen des Alkoholgehaltes manchmal Alkohol aus der Apotheke zugegeben wurde. prost
An Ananas und Pflaumen kann ich mich nicht erinnern, es klingt aber sehr verführerisch! Falls es sich nicht um ein geheimes altes Familienrezept handeln sollte, würdest Du uns wohl Deine Version verraten? huepf

Viele Grüße,
Karin
kräuterhexe
Rezept und Rezept... der wird jedes Jahr verschieden, abhängig von den Fruchtsorten und wieviel Sonne und Wärme sie bekommen haben.

Im Prinzip ganz einfach:
Man kann fast alle Fruchtsorten verwenden, nur Himbeeren und Äpfel sind nicht so gut, weil sie zerfallen und einen Matsch geben. Das beeinträchtigt aber nur das Aussehen. Nur gesunde Früchte ohne Andruckstellen u.ä. verwenden, um der Gefahr des Gärens entgegenzuwirken.

Man kann mit den Erdbeeren anfangen und mit den Birnen aufhören.
Ich habe einen 5 ltr Rumtopf und nehme jedesmal ungefähr 300 Gr Frucht und 150 Gr Zucker (Verhältnis von Frucht zu Zucker ist immer 2:1)

Frucht waschen, trocknen (wichtig !) lassen und dann in mundgerechte Stücke schneiden. Mit dem Zucker vermischen und ziehen lassen, bis der Zucker aufgelöst ist. Dann in den Rumtopf geben und mit Rum aufgiessen, bis alles schön bedeckt ist. Bei der ersten Fruchtsorte braucht man verhältnismässig viel Rum, bei der letzten meistens gar keinen mehr.

Vor dem Zugeben der nächsten Fruchtsorte kurz und vorsichtig umrühren, falls sich Zucker am Boden abgesetzt hat.

Nach dem Zugeben der letzten Fruchtsorte 2 Monate ohne Umrühren stehen lassen. Meiner endet immer mit Birnen und ist dann Anfang Advent klar zum probieren.

Wichtig ist, dass der Rum einen Alkoholprozent von über 50 hat, da der Rumtopf sonst in einem heissen Sommer leicht zu gären anfängt und dann weggeworfen werden muss. Mit Weingeist verstärken, geht ohne Probleme (nur gibt es den in DK nicht, nicht mal ein gut assortierter Weinhändler kann ihn bestellen unglücklich ) Strohrum ist keine gute Idée, da der synthetisch ist und nicht so gut schmeckt, und ausserdem die Früchte hart werden lässt.

Kühl, dunkel und zugedeckt aufbewahren.

Heuer habe ich in meinem:
Erdbeeren
Rhabarber (aber weniger als 300 Gr, weil es mir sonst zu sauer wird)
Kirschen (nicht ensteint)
Aprikosen
Nektarinen
Pfirsiche
Ananas
Mirabellen
Pflaumen
Birnen

Und er schmeckt mir natürlich am besten mit Rohrzucker.

Viel Vergnügen nächstes Jahr und viele Grüsse
Kräuterhexe